Winterwanderung auf den Schwarzen Grat

Eigentlich war eine Schneeschuhwanderung geplant. Wegen dem fehlendem Schnee haben wir die Schneeschuhe zu Hause gelassen .

Am 15.01.20 traf sich die Gruppe am Wanderparkplatz im Eschachtal, in der Nähe des ehemaligen Gasthauses „Batschen“. Hier machte ich die Gruppe noch darauf aufmerksam, dass auf den Wegen Vorsicht geboten ist, da sie teilweise spiegelglatt sind. Wir wanderten auf dem Fahrweg in Richtung der Wengeregg-Alpe.

Auf ca. der halben Wegstrecke machten wir am ersten Standort eines Glasofens im Eschachtal halt. Hier konnten wir uns über die Glasherstellung im Kreuzthal/Eschachtal informieren. Weiter ging es nun an der Wengeregg-Alpe vorbei auf das Raggenhorn. Hier konnten wir erstmals die herrliche Aussicht in die Berge genießen, denn der Wettergott meinte es gut mit uns und belohnte uns mit einem herrlich blauen Himmel.

Nach einer kleinen Rast machten wir uns auf den Weg zu unserem Ziel, dem Schwarzen Grat. Dort angekommen machten wir eine ausgiebige Rast. Hier bot es sich auch an, den Aussichtsturm zu besteigen, um die herrliche Rundumsicht zu genießen. Wir konnten im Süden die vielen Alpengipfel bewundern, im Westen die Sicht über den Bodensee hinweg in Richtung Schwarzwald, im Norden ganz Oberschwaben bis fast zum Bussen und im Osten das angrenzende bayerische Gebiet. Zurück ging es auf annähernd dem gleichen Weg.

Im Burgcafe Remise in Schmidsfelden genossen wir die wohlverdiente Einkehr mit Kaffee und köstlichen Kuchen.

Auf den Spuren der Schwabenkinder

Am Freitag, den 14. Dezember konnten wir bei unserer letzen Wanderung in diesem Jahr  35  Wanderinnen und Wanderer begrüßen. Wir freuen uns sehr über diese sehr positive Resonanz.

Pünktlich um 14 Uhr trafen wir uns auf dem Parkplatz in Wolfegg an einem herrlichen Tag mit etwas frischen Temperaturen. Deswegen waren erstmals Handschuhe und Mütze im Einsatz.

Auf dem etwa 2-stündigen Rundgang rund um Wolfegg zeigte uns Maresi Heudorfer mehrere Bauernhöfe, bei denen in Zeiten großer Armut Buben und Mädchen aus Vorarlberg, Graubünden und Südtirol während des Sommers als Mägde und Viehhirten eingearbeitet waren.

Sehr eindrucksvoll waren die von Vorarlberger Kindern vorgetragenen Erzählungen aus dieser Zeit, die per Audiophone präsentiert wurden.

Es ist aus heutiger Sicht kaum mehr vorstellbar, dass Kinder von ihren Eltern unter Inkaufnahme von Gefahren und Entbehrungen  in die Fremde verschickt werden mussten. Gut, dass diese Zeit vorbei ist.

Wer Interesse an diesem Thema hat, kann gerne das Bauernhausmuseum in Wolfegg oder Angelika Kauffmann Museum in Schwarzenberg im Bregenzer Wald besuchen. Hier gibt es gut aufbereitete Multimediashows zu diesem Thema.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die Lorettokapelle und ließen es uns nicht nehmen, gemeinsam noch zwei Weihnachtslieder zu singen.

Nun freuten wir uns auf den Winterzauber im Wolfegger Bauernhausmuseum, vor allem auf wärmenden Glühwein und natürlich auch auf die vielen Anbieter weihnachtlicher Waren.

Zum Abschluß des Tages beschlossen wir in der Post in Wolfegg mit gutem Essen und vielen Gesprächen unser rundum gelungenes Jahr 2018.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bei Maresi für die sehr informative Führung bei unserer Winterwanderung.